Warum Vollversammlungen?

Veröffentlicht: Oktober 15, 2010 von oehbv in Allgemeine Info

Die österreichischen Hochschulen leiden seit Jahren unter einer chronischen Unterfinanzierung. Ein Jahrzehnt (schwarze) Chaospolitik im Wissenschaftsressort hat den tertiären Sektor an den Rand des Abgrundes gebracht. Budesministerin Karl will mit ihrer Weigerung Parteifreund und Finanzminister Pröll in den Budgetverhandlungen zuzusetzen und der Ankündigung noch weitere Einsparungen durchsetzen zu wollen, die Hochschulen noch den letzten Rest geben.

Wir sagen: so geht’s nicht weiter! Am 19.10 sind alle Universitätsangehörige dazu aufgerufen, gemeinsam gegen das ignorante Vorgehen der Bundesregierung aufzutreten.  In Universitätsvollversammlungen und mit Aktionen an allen Standorten machen wir drauf Aufmerksam, dass es eine neue Prioritätensetzung braucht, dass jede und jeder studieren können soll und das nicht in überfüllten Hörsälen. Wenn sich nichts ändert, gehen unsere Universitäten und Hochschulen unter – und wir mit ihnen.

Also komm hin und mach dich stark für unsere Bildung!

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Kommentare
  1. Stella sagt:

    Die Frage muss doch lauten: Warum Party?!
    Zu feiern haben wir doch bei Gott nichts.. Aber wie immer schaffen es bestimmte organisierende Gruppierungen unsere wirklich wichtigen Anliegen und Forderungen durch absolut unangebrachte „Stimmungsmacher“ in den Dreck zu ziehen, noch bevor überhaupt irgendetwas erreicht wurde.
    Gratulation. Solange die Studenten noch feiern können und genug Geld für Alkohol haben, kann es doch gar nicht so schlimm sein – so der O-Ton einiger nicht studierender Bekannter. Und sie haben vollkommen recht! Wenn wir ernst genommen werden wollen, müssen wir uns auch selbst ernst nehmen und dürfen eine Demonstration mit ernstgemeinten Forderungen nicht sofort – und das passiert ja leider mit Regelmäßigkeit – in einem Überfluss an Alkohol und lauter Musik ertränken.

    • karlchen sagt:

      Wieso denn nicht? Mir fiele kein Grund ein, Protest nicht mit Spaß zu verbinden. Jetzt sind schon die Studienbedingungen beschissen und du willst das noch durch schlechte Stimmung ergänzen – toll, bist du Katholik?
      Übrigens: auch, wenn das viele Leute anders sehen, heißt das keineswegs, dass die der richtig Maßstab sind.

  2. naja sagt:

    ich finde, dass das eine das andere nicht ausschließt. ich weiß, dass ich mich für etwas wichtiges einsetze und meine das auch ernst, aber darf ich deswegen keinen spaß haben? außerdem kann man (leider) mit party+inhalt die leute eher motivieren, sich zu beteiligen und laut zu werden als mit trocken inhalten und staubigen demo-sprüchen…

  3. Hmkay sagt:

    DU weißt, dass DU dich für etwas Wichtiges einsetzt – welches Bild das nach außen bringt, ist aber eine ganz andere Frage.
    Nur weil sich Party und Demo für dich nicht ausschließt und nur weil du nicht der Meinung bist, dass das einen sehr zweifelhaften Eindruck auf die Studenten wirft, heißt das leider nicht, dass das die breite Masse der Nicht-Studenten anders sieht. Das kommt „außen“ einfach komplett anders an!
    Ich hab auch nichts gegen Party und Musik. Aber Stella hat schon Recht: wenn wir ernst genommen werden wollen, müssen wir aufhören, dauernd und überall zu „saufen und zu tanzen“… Mal ehrlich, die meisten Leute haben Studenten immer noch als Faulenzer und Nichtstuer im Kopf und mich wunderts auch nicht, bei solchen unüberlegten Aktionen. So wird sich das nie ändern.
    Feiern ist schön, aber wir haben echt keinen Grund dazu. Im Gegenteil, wenn wir sogar jetzt feiern – dann gehts uns offenbar gut genug.

  4. Leonidas sagt:

    Stimmt schon, dass das eine das andere nicht ausschließt. Jedoch sollte man bei diesen Aktionen auch bedenken, an wen die Message eigentlich auch gerichtet sein soll.
    Und die Message soll vor allem bei jenen ankommen die nicht unmittelbar mit dem Universitätswesen zu tun haben. Diese jedoch haben (leider teilweise berechtigt) das Bild vom saufenden faulen Studenten. Diese Menschen(massen) kann man sicherlich NICHT mit After-Demo-Party & Co. von der Seriösität bzw. vom Ernst der Lage überzeugen.
    Wir Studenten, Professoren, Uni-Personal, etc. wissen doch eh wie schlecht es um uns steht…
    Da sich in einer Demokratie jedoch erst etwas ändern wird, wenn auch der Großteil der Bevölkerung dahinter steht, sollte es doch unser Ziel sein diese Misere auch diesen Leuten erfolgreich zu kommunizieren.

  5. snuffi sagt:

    Wenn ich so mitzähle wieviele ältere Personen einen Neustart versuchen, frage ich mich wohin die Studiengebühren dieser sehr bemühten Gruppe fließen. Außer hämische Bemerkungen wie: „Das ist ja Alzheimer-Betreuung, dafür sollte man Gebühren verlangen,… achja, zahlen tun´s ja, aber sie versitzen den Platz für Junge,….“ war noch nicht viel zu hören. Trotzdem geh ich zur Demo. Es ist nicht nur ein Privileg der Jungen sich für eine breite Solidarität in Sachen Bildung einzusetzen.
    Ob After Demo Party oder nicht, es steht allen zu sich so zu organisieren wie es ihnen beliebt. Wer feiert kann auch arbeiten, das wissen auch unsere jungen ambitionierten Studenten. Außerdem glaube ich dass sie diszipliniert genug sind dass niemand zu Schaden kommt.

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